Mein Job Nervt! Wie du erkennst, dass du wirklich frustriert vom Job bist!

Blogbeitrag von Sanni

Wusstest du, dass 2/3 der Deutschen mit ihrer Arbeit unzufrieden und somit frustriert vom Job sind? Die meisten bekämpfen den beruflichen Frust jedoch nicht und geben sich stattdessen der Situation hin. Sie leiden lieber oder suchen sich Ablenkung. Wenn wir im ungeliebten Job verharren, kommen einige Faktoren zusammen, die wir nicht sehen wollen und verdrängen. Unterdrückte Emotionen, nicht mitgeteilte Bedürfnisse und unberücksichtigte Wünsche. Das hindert uns daran unser wahres Potenzial zu entfalten.

Genau das macht uns langfristig krank – und ich meine, tatsächlich körperlich krank – viele leiden unter Beschwerden, wie z.B. Kopfschmerzen, Magenproblemen, Gürtelrose, Rückenschmerzen oder in vielen Fällen – Depressionen. Eine Ursache für diese Beschwerden kann in der frustrierenden beruflichen Tätigkeit liegen – doch diesen Zusammenhang erkennen viele nicht. Wir unterschätzen, was diese emotionale Unzufriedenheit für eine immense Wirkung auf uns hat!

Häufig sind es Kleinigkeiten, die nach und nach das Fass zum Überlaufen bringen.

Mithilfe der folgenden Liste kannst du überprüfen, ob es Anzeichen dafür gibt, dass dein Job dich frustriert. So hast du die Möglichkeit abzuwägen, ob es sich nicht vielleicht doch lohnt genauer hinzuschauen und gegebenenfalls etwas zu ändern – deiner Zufriedenheit und Gesundheit zuliebe.

Warum verharren viele in der Situation, obwohl sie unglücklich sind?

„Naja. So schlimm ist es doch gar nicht.“ sagen sich viele. Schließlich haben es andere oft schwerer und sie halten es auch irgendwie durch, obwohl sie frustriert vom Job sind. Das Gehalt ist in Ordnung. Die Stelle ist sicher. Du bist mit den Aufgaben vertraut und unter den Kolleg:innen, fühlst du dich, bis auf ein paar Kleinigkeiten, doch ganz wohl?

Wir neigen oft dazu, die Situation herunterzuspielen und versuchen uns zusammenzureißen. Was ist aber, wenn wir gar nicht für diesen Beruf gemacht sind?

Ganz klar: Es ist viel bequemer im alten, bekannten Job zu bleiben, als etwas Neues, Ungewisses anzufangen. Vielleicht glaubst du auch, dass du sowieso keine Alternativen hast, denn schließlich hast du auch lange gebraucht, um diesen Beruf zu erlernen. NOCH besser bezahlt werden, kannst du eh nicht, denn das Gehalt ist schon ziemlich gut – das glaubst du zumindest! Außerdem würde der ganze Prozess eeeewig dauern und Energie kosten. Wer garantiert mir, dass es dann besser wird? 

Niemand! Und genau so ist es auch – eine Veränderung würde ein gewisses Risiko abverlangen und bequem wird es vermutlich nicht.

Frage dich, was würdest du deinem heutigen Ich raten, wenn du in die heiß ersehnte Rente gehst? Würdest du raten, es soll so weitermachen oder doch etwas Veränderung einstreuen? Stelle dir vor du würdest den Job, den du heute machst, bis zur Rente durchziehen. In welchem Zustand kommst du dann in deinem Ruhestand an? Voller Energie und Bock auf mehr? Mega!

Wenn du dich, obwohl du vom Job frustriert warst, durch die Jahre gequält und nichts verändert hast, kommst du wahrscheinlich super fertig und mit einigen Vorbelastungen in deinem Ruhestand an. Völlig erschöpft und ausgepowert.

Weißt du wieviel Energie und Kraft dich das kostet, gegen deine eigenen Werte und Bedürfnisse zu arbeiten und dich selbst immerzu hinten anzustellen? 

16 Anzeichen dafür, dass du frustriert vom Job bist

  1. Du bist ständig müde.
  2. Du hast körperliche Beschwerden, wie Migräne, Rücken- oder Magenprobleme.
  3. Du schleppst dich morgens zur Arbeit.
  4. Du fühlst dich schlapp, energielos, brauchst möglicherweise viel Schlaf in deiner Freizeit.
  5. Du lebst nur fürs Wochenende und deinen Urlaub.
  6. Du bist gefühlt dauergenervt und schnell gereizt.
  7. Du hörst dich oft meckern und jammern. Dein Job ist oft Thema in deiner Freizeit.
  8. Immer sind Andere Schuld und verhalten sich daneben. 
  9. Du stellst dir manchmal vor, wie du kündigst.
  10. Wenn Freunde dich darauf ansprechen, dass du in der Freizeit mit deinem Diensthandy unterwegs bist, rechtfertigst du dich, indem du sagst „Das wird in meiner Position schon erwartet!“ – Bist du fuckin‘ Notarzt oder was?!
  11. Du stellst dir vor, wie du deinem Chef die Meinung geigst und ihm gehörig einen Haufen auf den Tisch legst, um zu zeigen, was in dir steckt. (Ja, du hast richtig gelesen und nein, ich meine keinen Haufen abgearbeiteter Akten!)
  12. Du hast keine emotionale Bindung zu deiner Arbeit. Du machst Dienst nach Vorschrift.
  13. Du sagst immer wieder, dass du gut verdienst und es deswegen okay ist, dort zu arbeiten. Für Schikanen und Überstunden bekommst du ja schließlich ein fürstliches „Schmerzensgeld“.
  14. Du zählst die Stunden bis zum Feierabend, die Tage bis zum Wochenende und die Wochen bis zum Urlaub.
  15. In deiner Freizeit oder während deines Urlaubs blühst du richtig auf und bist ein ganz anderer Mensch.
  16. Wenn du über einen Jobwechsel nachdenkst, fragst du dich zunächst was deine jetzigen Kollegen und dein Chef davon halten würden.

Und wenn du dich jetzt von einem oder mehreren dieser Punkte angesprochen fühlst – dann bist du auch gemeint. 🙂

Ja, ich bin unzufrieden im Job! Was kann ich tun?

Die Lösung zur absoluten Zufriedenheit im Job muss nicht gleich eine komplette berufliche Neuorientierung sein. Ein neues Tuning deines aktuellen Jobs, kann durchaus schon Abhilfe verschaffen. Wenn du dich mit Dir und deinen Vorstellungen vom Traumjob auseinander setzt, kannst du überlegen, was dir jetzt schon gut tun würde. Vielleicht kannst du deinen Arbeitsplatz optisch schöner gestalten, eine Kaffeemaschine in deinem Büro platzieren, deinen Arbeitsort neu wählen, einen Abteilungswechsel vornehmen oder doch bei deinem Job bleiben, aber bei einem anderen Arbeitgeber oder in einer anderen Branche. Dem einen fehlt das Kreative im Job, dem anderen mehr Verantwortungs- und Entscheidungsspielraum und dem nächsten fehlt das passende Umfeld in dem die eigenen Werte erfüllt werden. Du siehst, es ist sehr individuell.

Glücklich statt frustriert vom Job

Eine weitere Möglichkeit wäre, das eigene Herz zu ergründen und dich zu fragen, ob deine Arbeit deinen persönlichen Werten und deinem authentischen Weg entspricht. Kannst du in deinem aktuellen Job tun, was dich aus tiefstem Herzen erfüllt? Stehst du als Persönlichkeit voll und ganz hinter deiner Arbeit? Siehst du in deiner Arbeit einen tieferen Sinn? Spürst du wahre Freude bei dem, was du täglich tust? Bist du von Kollegen und Vorgesetzten umgeben, die dir mit Respekt und Wertschätzung begegnen? Denkst du am Ende des Tages, dass heute ein erfolgreicher und sinnerfüllter Tag war?

Würdest Du auf der Stelle kündigen, wenn Du könntest?

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